Anfängerunterricht

Letzten Dienstag habe ich Nicole beim Anfängertraining vertreten, die erkältet war und der es jetzt wieder besser geht. Mir hat das viel Spaß gemacht und ich würde dies gerne wiederholen. Aber wie soll man ein anspruchsvolles Training gestalten?

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Bulerias-Training

Das Schöne beim Buleria-Training von Peña la Buleria ist, dass es jedes Mal ein neues, abwechslungsreiches Programm gibt. Letzten Donnerstag standen folgende Dinge auf dem Programm:

  • Wir übten Palmas, um die Tänzer zu begleiten. Wenn der Tanz schneller wird, kann man keine komplexen Muster klatschen sondern nur nch den Rhythmus.
  • Wir besprachen die Betonungen beim Paso por Buleria. Die Betonungen können auf 3, 6, 9, 12 stattfinden und mit Golpe / Tacon auf 6 und 12.
  • Es interessant, den Paso zu variieren und auch von einem rhythmischen Muster in das andere überzugehen.

Ich habe beschlossen, in Zukunft die Buleria mutiger zu tanzen:

  • Ich werde verschiedene Remates ausprobieren: Vuelta Flamenco und ebenso TP(rechts)_TP(rechts)_tPTP(rechts), dann Klatschen
  • Ebenso werde ich die Llamadas verlängern.

Rumbas por Fiesta

Es gibt nur wenige Palos der Flamenco-Familie, die man auf Festen tanzen kann, faktisch sind es Sevillanas und Rumbas, die jedoch beide nicht zum Flamenco gezählt werden. Rumbas gibt es in mannigfaltigen Stilen, manche wirken karibisch, manche sind sehr Pop-lastig. Verschiedene Bands haben die Stile geprägt:

  • Die Gipsy Kings aus der Caramgue haben die Rumba Guitana wahrscheinlich weltweit bekannt gemacht.
  • Eine weitere Band ist Ketama aus Madrid, die einen sehr poppigen Stil haben.
  • Ojos de Brujo aus Barcelona spielen manchmal fast schon experimentell.
  • El Barrio
  • Rosario – z.B. muchas Flores
  • Kiko Veneno

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Alegrias-Workshop mit Bettina Castaño

Bettina Castaño gab in Mainz einen Workshop. Ich schätze ihren strukturierten Unterricht und vor allem ihre Erklärungen in deutscher Sprache. Ich habe viele Inspirationen mitgenommen, die ich kurz stichwortartig festhalte:

  • Bei den Markierungsschritten – besonders auf Stil achten: Akzent – auf 10 öffnen
  • Eine Markierung mit Drehung hat mir gut gefallen: Man reißt eine Schulter hoch auf 6. Wie geschieht das? Man geht nach rechts und reißt die Hände nach rechts, die linke Schulter hoch – das kann man auch in der Buleria anwenden.
  • Eine interessante Übung war, den Rhythmus halten – auch bei unterschiedlichzen Geschwindigkeiten.
  • Ebenso bekam ich schöne Hinweise, mit der Weste zu arbeiten man kann z.B. eine Seite öffnen.

Ich bekam von Bettina einen guten Hinweis: Ich soll keine Spiegel verwenden, damit ich besser an meiner Kopfbewegungen arbeiten kann. Ich glaube, dass dies sehr wichtig ist und meine Ausdrucksfähigkeit verbessern wird. Gute Zeitpunkte für Kopfbewegung ist die10. Ebenso bei einem Akzept z.B. auf 6 den Kopf nach rechts und sofort wieder zurück nach vorne bewegen.

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Farruca – von der Stagnation zum Neuanfang

In letzter Zeit stagnierte meine Farruca, denn mir fehlte ein Ziel. Wie sollte ich die Farruca weiterentwickeln? Ich habe sehr viel Material und lerne immer mehr, aber mir fehlt Inspiration und ein Ziel, auf das ich arbeiten soll. In so einer Situation hilft nur der Rat eines Profis – und den habe ich mir bei Frank Ihle abgeholt. Seine Sichtweisen der Faruca sind haben mir die Augen geöffnet.

  • Eines meier Probleme ist, dass ich beim Tanzen eine Melodie im Kopf höre, die sich oft vom Spiel des Gitarristen unterscheidet. In einer solchen Situation ist es bei der Farruca wichtig, dass man eine klare Idee entwickelt, diese anzeigt und dann auch vertritt und tanzt. Bei der Farruca dominiert der Tänzer und klare Signale geben.
  • Frank zeigte mir einen interessanten Anfang einer Farruca. Der Gitarrist spielt eine kurze Falseta mit Llamada. Der Tänzer geht auf die Bühne und macht die Llamada mit. Mir gefällt diese Verzahnung sehr gut und sie lässt auch dem Gitarristen seinen Platz.
  • Ein weiteres Thema waren Falsetas, die ja heute sehr häufig gespielt werden – ein guter Gitarrist kann ja auf diese Weise selbst einen Fußteil begleiten. Ein schöner Abschluss ist ein Desplante – z.B. drei Golpes, die dann einen Übergang darstellen z.B. zu einer Escobilla. Diese kann man mit einer Llamada enden lassen. Ein Möglichkeit ist hier ein  Tempowechsel: Man verlangsamt die Llamada extrem, dann schnell zu Ende machen. Man muss das gut anzeigen, ggf. schon beim Ende der Escobilla zeigen, dass bald ein Abschluss kommt.
  • Ein weitere interessante Möglichkeit ist Rubato: Man kann Subiada mit einer Llamada enden lassen und auch hier Akzept und Zeiten ändern.

Ich werde diese Dinge in Zukunft umsetzen und ebenso mein Repertoire erweitern. Das betrifft längere Llamadas aber auch eine gute Begleitung von Falsetas. Derzeit studiere ich die Farruca von Joaquin Ruiz:

Und hier ist der zweite Teil:

Flamenco-Interpretation beim Turniertanz (Paso Doble)

Auf den ersten Blick haben der Paso Doble viel gemeinsam wie die Ästhethik des Stierkampfes und die Dramatik – auf der anderen Seite sind sie völlig unterschiedlich. Die Paso Doble-Tänzer bedienen sich beim Flamenco und interpretieren Techniken und Posen auf ihre Weise, die auf einen Flamenco Aficionado etwas seltsam wirkt, quasi wie ein Mißverständnis. Man kann es aber auch eine als eine kreative Interpretation sehen.

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Historia de una gaviota y del gato que le enseñó a volar

Um die spanische Sprache zu lernen, lese ich derzeit ein Kinderbuch von Luis Sepúlveda. Laut Wikipedia ist er ein politischer Aktivist und Intelektueller, der zur chilenischen Linken gehörte und unter Pinochet fliehen musste und Asyl in Deutschland erhielt und in Hamburg lebte. Er arbeite als Lastwagenfahrer, Journalist, Autor und Regisseur. Eines seiner Bücher ist die Kindergeschichte Historia de una gaviota y del gato que le enseñó a volar. Es ist die Geschichte der Möwe Kengah, die als Opfer einer Ölpest mit letzter Kraft nach Hamburg kommt und dem Hafenkater Zorbas bittet, sich um ihr Ei zu kümmern und dem Küken das Fliegen beizubringen. Die Ehre der Hafenkatzen verpflichtet, macht er sich an eine schwierige Aufgabe.

Ich lese gerade dieses Buch und schlage andauernd Vokabel nach. Ich sammle sie in meinem Blog und stelle sie nach und nach allen zur Verfügung, die auch spanisch anhand dieser schönen Lektüre die spanische Sprache lernen wollen.

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Woher stammt der Tangos?

In einem meiner letzten Blogbeiträge habe ich die Erklärung von Estrella zum Tangos wiedergegen und wurde angesprochen: Gehört der Tangos zur Gruppe der Ida y Vuelta-Palos? Zuerst einmal muss ich sagen, dass Estela auch andere Theorien erwähnt hat.

Was ist nun richtig? Was sollen wir als Beweis gelten lassen? Ist es ein Artikel über Cante de Ida y Vuelta, in dem keine Tangos-Strophe erwähnt wird? Oder ist ist ein Wikipedia-Artikel – aber nun welcher? Ist es der deutsche oder der englische? Ist ein spanisches Buch richtig?

Ich persönlich bin nur bereit etwas zu glauben, wenn es Belege gibt. Und hier habe ich im Buch von Kerten Knipp einen Beleg auf Seite 98/99 gefunden: Dort wurde eine Notiz erwähnt von 1848, wo der Tangos Andaluz “Tango americano” genannt wurde.

 

Nächste Ziele

In letzter Zeit habe ich mich vor allem mit Bulerias und Tango de Malaga beschäftigt.

Was sind meine nächsten Ziele beim Tanz?

  • In der Bulerias möchte ich einen Fußteil einüben und perfektionieren.
  • Bei der Farruca werde ich mich mit dem Zusammenspiel von Gitarre und Tanzbeschäftigen und ebenso an einem Ende por Tangos feilen. Da ich im Moment im Bailando auch eine Farruca tanzen, möchte ich einzelne Passagen gerne in mein Repertoire übernehmen.
  • Ich bin zwar kein großer Fan von Alegrias, aber derzeit lerne ich eine im Flamencostudio Bailando und werde zwei Workshops besuchen. Dies ist eine Gelegenheit, die ich nutzen sollte, um mein Repertoire weiter auszubauen.

Mein nächstes großes Ziel die die Soleá, da sie musikalisch wunderschön ist. Auch hier gibt es viele verschiedene Arten (siehe z.B. Wikipedia), die ich bisher aber nur schwer auseinanderhalten kann. Ich glaube, dass es mich mindestens ein Jahr kosten wird, bis ich genügend Elemente der Solea kann, bis ich einmal daran denken kann, eine auf einem Sommerfest zu tanzen.

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Die Vielfalt der Tangos

Heute habe ich einen Gesangsworkshop bei Estela Sanz Posteguillo besucht und vieles über Tangos gelernt, was ich nun bloggen will. Tango ist ein Palo de ida y vuelta, den man oft Anfängern beim Flamenco beibringt, da er einen relativ einfachen 4er Rhythmus besitzt. Tatsächlich ist der Tangos eine Familie aus verschiedenen Arten, die entweder nach einer Region oder nach einem Sänger benannt wurden. Die Tangos einer Art macht es aus, das sie dieselben Harmonien besitzen.

Es gibt hier neben den Stücken wie “Rosa Maria” eine Vielzahl an verschiedenen Arten, von denen ich einige Beispiele bringe. Auf Anraten von Estaela greife ich hier auf die “Klassiker” zurück, denn viele Sänger wie Camaron haben einen sehr eigenen Stil.

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